Gemeinsames Treffen der SHG aus Eisenach und Kranichfeld
bei "Aromatique" in Neudietendorf
Seit 2 Jahren veranstalten die SHG "Hören mit CI" aus Eisenach und unsere SHG "CI- und Hörgeräteträger" gemeinsame Treffen.
Nachdem wir im letzten Jahr das Treffen im Freiluftmuseum in Hohenfelden organisierten,
plante die Eisenacher SHG 2026 eine Werksbesichtigung bei "Aromatique" in Neudietendorf.
Neudietendorf gehört zur Landgemeinde Nesse-Apfelstädt im Landkreis Gotha.
Der Treffpunkt war 14:15 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Werk. Alle Autos trudelten pünktlich ein, während die
Nutzer des ÖPNV etwas mit den Fahrzeiten zu kämpfen hatten.
Die Mitglieder beider SHG verstanden sich auf
Anhieb gut. Und wieder waren ehemalige Schüler der Schwerhörigenschule in Gotha dabei.
Mit 15 Minuten Verspätung begann die Führung. Die meisten Zuhörer wurden mit der induktiven Höranlage des Schwerhörigenvereins Eisenach ausgestattet
und Herr Stefan Bransch, Geschäftsführer von Aromatique erhielt das Mikrofon. Somit war eine barrierefreie Verständigung gegeben.
Als erstes wurden alle mit dem Traditionsgetränk zünftig begrüßt.
Danach erzählte Herr Bransch über die wechselvolle Geschichte des Werkes bis zum heutigen Tage.
Die lange Tradition reicht bis in das 19.Jahrhundert zurück. Während einer damaligen Epidemie wurde ein Heilmittel aus bewährten Naturstoffen entwickelt.
Diese Rezeptur wurde mehrfach weiterentwickelt, bis die 1876 gegründete Branntwein- und Likörfabrik von Reinhold Schmidt später von Theodor Kramer übernommen
und ab 1932 als Th. Kramer & Co. KG geführt wurde. Der Kramer-Aromatique wurde zum Haupterzeugnis - und bildet bis heute die Grundlage für den echten Neudietendorfer Aromatique.
Zu tiefsten DDR-Zeiten war es ja die berühmte "Bückware", ehe nach der Wende 1995 ein Umzug in einen modernen Neubau erfolgte. Dies ermöglichte auch eine Erweiterung des Sortiments.
Neben dem klassischen Aromatique entstehen heute weitere Bitter, Halbbitter, Fruchtliköre und individuelle Eigenmarken für den In- und Auslandshandel.
Unser Rundgang führte uns vom Lager über die Gewürzkammer, am Labor vorbei bis in die Produktion und zu guter Letzt an die Abfüllanlage.
Die Gewürzkammer war interessant - duftete sie doch sehr intensiv. Aber wir gaben ehrlicherweise zu, nicht alles "herausgeduftet" zu haben ...
Wir staunten über die beiden Abfüll-Linien - eine für die großen Flaschen und eine kleinere für die Mini-Flaschen.
Dahinter schloß sich gleich die Etikettiermaschine an. Verpackt wird an Ende alles in reiner Handarbeit.
Zu guter Letzt waren alle am Stand des Werkverkaufs und verkosteten noch einige kleine Probeschlücke.
Danach erwarben die meisten die Liköre ihrer Wahl. Alle waren zufrieden und es fanden auch rege Austausche untereinander statt.
Alles in allem war es ein ein gelungenes Treffen, und wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Unternehmung.
Text und Bilder: Antje und Uwe Noack
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